Die Schiedsrichter der HSG Ostfildern

Yannick Brandt
Werner Kumlin
Andreas Dunz

Beobachter Bernd Hertler

 

Die HSG braucht Schiedsrichter… werde Schiri – es lohnt sich!

Dies ist ein dringender Hilferuf der HSG an junge Handballfreunde (aktive oder passive). Leider haben wir zu wenig Schiedsrichterkameraden in der Spielgemeinschaft – und das kostet uns richtig Geld! Dabei ist es durchaus attraktiv, Schiri zu sein.

Das sagt die Spielordnung: Jeder Verein muss für alle gemeldeten Mannschaften der Männer, Jungsenioren, männlichen Jugend A und B dem HVW je einen aktiven Schiedsrichter zur Verfügung zu stellen. Im Klartext: Der HSG fehlen mindestens fünf Schiedsrichter.

Bei Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls wird eine Abgabe von 300 € pro fehlendem Schiedsrichter erhoben.

Zusammen mit der Hallenmieter an die Stadt Ostfildern kommt da ein saftiger Betrag von rund 4000 Euro zusammen, den wir beispielsweise für die Jugendarbeit liebend gerne und viel besser einsetzen könnten.

Aber was ist denn über das rein Sportliche hinaus reizvoll am Dasein des Schiris? Reden wir mal vom Geld. Frage: Was verdient ein Schiedsrichter im Handball? In der Handball-Bundesliga erhält ein Schiedsrichter 600 Euro an jedem Spieltag, dazu kommt noch eine Spesengeld und Fahrtkosten- Erstattung. In der zweiten Liga sind es dann 300 Euro, die einem Handball- Schiedsrichter pro Spiel gezahlt werden.

In der Jugend ist das freilich ganz anders und deutlich weniger. In den Amateurklassen sind die Sätze sehr unterschiedlich. Dies betrifft auch die Spiele von Jugendmannschaften, bei denen unterschieden wird zwischen höheren und niedrigen Klasseneinteilungen. Dementsprechend wird – je nach Landesverband – ein Kilometergeld von 30 Cent bezahlt und eine Pauschale pro Begegnung zwischen 28 und 75 Euro.

Entscheidend ist dabei, ob es sich um eine Oberliga- Partie oder um ein Spiel in der Bezirksliga oder einer anderen Wettbewerbsklasse handelt. Nimmt man die Anzahl der Spiele, die ein Schiedsrichtergespann im Laufe der Saison absolvieren muss oder kann, so ergibt sich ein monatliches Salär, das zwar nicht dauerhaft als Existenzgrundlage dienen kann, aber schon bedeutend mehr ist als ein Zubrot. Ob die Zahlungen für die Einsätze der Schiedsrichter tatsächlich für die Protagonisten in Schwarz lukrativ sind, wird durch die jeweiligen individuellen Steuerbelastungen bestimmt. Hinzu kommen die Kosten für den Schiedsrichterbedarf – sprich die Ausrüstungen mit Trikots Schiedsrichterpfeife usw. – aber diese Kosten werden häufig von den Vereinen übernommen!

Wer mehr wissen will, fragt am besten Kurt Ostwald, unseren HSG-Co-Vorsitzenden. Er ist im HVW der Verbandschiedsrichterwart und beantwortet jede Frage